Info: Fayt - Christian Hautz - altefeuerwache.com (DE)

fotka

Man stelle sich vor: Eine Progressive Rock Band trifft auf ein orientalisches Flötenensemble, das einige Tage vorher mit einer Heavy Metal Gruppe fusionierte, die statt Gitarren Bodhrans und Didjeridoos spielen. Dazu spielen wildgewordene Percussionisten und ein kreischender, wehmütig seufzender, toastender und singender Vokalist lässt seinen Gefühlen mal mit lateinamerikanischen Feuer, mal mit der Kraft eines Rocksängers und mal mit der tiefen Traurigkeit eines balkanischen Barden freien Lauf. Unvorstellbar? Dann sei allen Ungläubigen das neue Album der tschechischen Cankisou ans Herz gelegt, denn nichts Geringeres bietet ihr mittlerweile fünftes Werk. „Fayt“ – was übersetzt eben „Fünf“ bedeutet – führt Cankisou zurück zu ihren Rockwurzeln, welche sie mit lautstarken Gitarren, treibenden Trommelwerk und satter Dynamik zelebrieren. Dazu gesellen sich traditionelle Instrumente wie Flöte und Saz, die unmittelbar mit dem brachialen Rockklängen Freundschaft schließen und in einer Art Ethno-Fusion-Jazz-Rock aufgehen, welcher von wilden Rhythmen, einem messerscharfen Bläsersatz und der voluminösen Stimme des Sängers vorangetrieben werden. Man braucht starke Nerven, um diesen Hardrock-Weltmusik-Gemischtwarenladen auf Albumlänge durchzustehen. Doch wer es schafft, wird mit einem energiegeladenen Werk voller Überraschungen und ungeahnt mitreißender Songs von einer Band belohnt, die verdientermaßen schon seit Jahren die World Music Charts von hinten aufrollen und auf allen großen Festivals der Welt ob ihrer sagenhaften Auftritte Stammgast sind.

(Label: Indie Scopes – Galileo MC/ V.Ö.: 13.Januar 2011)

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